Ich bin stolz darauf in der Praxis einige Kunstwerke von meinem Vater, Peter Scheidegger, ausstellen zu können.
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Die Bilder und Objekte sind als Leihgabe in der Praxis ausgestellt und im Besitz des Künstlers. Bei Interesse melden Sie sich bitte direkt bei Peter Scheidegger: schepol2949@gmail.com

Peter Scheidegger - Kurzportrait

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Peter Scheidegger bei der Vernissage in Härkingen

Der Oltner Maler und Objektkünstler Peter Scheidegger begeisterte im Frühjahr 2009 das Publikum mit einer Einzelausstellung in der Alten Kirche in Härkingen. Dort konnte er beeindruckend unter Beweis stellen, wie jede Fläche die er bearbeitet, zu einer Reise in die Vergangenheit wird, aber zugleich auch augenblicklich empfundene Wahrnehmungen ineinander fliessen. Dadurch entsteht eine fesselnde Dichte von Symbolen und Zeichen, erzählerische Bildinhalte, die einen zum ausgiebigen Verweilen vor seinen Bildern animieren. Man entdeckt rhythmisch gesetzte Strukturen, Figuren, Formen aus der Natur sowie geheimnisvoll anmutende Zeichen, Schriften und Buchstaben, die sich ineinander verweben. Es entstehen Wortneuschöpfungen, oft bewusst falsch geschrieben, verfremdet, aber immer erkennt man in besonderem Ausmass des Künstlers Liebe zur Sprache.

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«Nadelstreifen und japanischer Blütenduft» Rahmenlose bearbeitete Collage, Kirschbaumholz auf MDF Platte, 2008/2009, 50 x 50 cm
 
Man kann sich an diesen Bildern kaum satt sehen, da sie Geheimnis und Verzauberung in sich tragen. In unterschiedlichen Techniken arbeitet er fantasievoll in Collagen, übermalt Bilder, die er auf dem Flohmarkt erstanden hat, und auch Fotografien bekommen durch Doppelbelichtungen mehrschichtige Aussagekraft. Ihn reizt es, Bestehendes, Früheres aus einem anderen Leben in einen neuen Zusammenhang zu bringen.
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Objekt und Gebrauchsgegenstand

Peter Scheidegger liebt auch die dreidimensionale Arbeit. In den 80er-Jahren arbeitete er mit Spiegeln, veränderte Stühle, kreierte kleinere Objekte. Im Laufe der Zeit wurden diese Gebilde raffinierter, interessanter, surrealistischer. So entstehen aus verschiedenen auch bemalten oder bedruckten Materialien bis zwei Meter hohe Stelen, teils mit beweglichen Teilen und Fundgegenständen, die eine neue Funktion erhalten. Diese Objekte erzählen von einer Welt, die nicht nur mit realen Dingen und Funktionen spielt, sondern immer wieder von Neuem beweisen, dass die Dinge nie so sind, wie man sie erwartet.

Er ist ein Künstler, der immer wieder für Neues zu gewinnen ist, der in sich einen ganz besonderen Reichtum an Bildern besitzt, der das Erzählerische im Leben liebt und bestimmt noch viel von sich reden machen wird.

Dies ist die gekürzte Form eines Artikels aus den Oltner Neujahrsblättern 2010 von Madeleine Schüpfer
Download des kompletten Artikels als pdf